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Die Wolfsmonitor-Retrospektive auf das Wolfsjahr 2018 – Teil 1 – Januar

An dieser Stelle sei zum Jahreswechsel an das Bonmot Søren Kierkegaards erinnert, dass das Leben zwar vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden wird. Grund genug, gemeinsam in gebotener Kürze einen kurzen Blick auf die Highlights des abgelaufenen kalendarischen Wolfsjahres 2018 zu werfen. Und zwar Monat für Monat anhand von Beiträgen, die hier auf Wolfsmonitor veröffentlicht wurden. Beginnen wir also mit dem ersten von zwölf Teilen dieses ganz speziellen Jahresrückblicks, mit dem Monat Januar:

Brandenburg: Erste „Wolfscouts“

In Brandenburg gibt es bereits seit einigen Monaten staatlich beauftragte Problemwolf-Jäger. Die sollen, so besagt es die Brandenburger Wolfsverordnung, verhaltensauffällige Wölfe verscheuchen, vergrämen und bei Bedarf sogar töten dürfen. Ausschlaggebend für diesen Auftrag an eine private Firma – der Vertrag läuft bis Ende 2020 – waren demnach folgende Kriterien:

Anti-Wolfsdemo von Polizei in Potsdam aufgelöst

Der Vorsitzende der Agrargenossenschaft Ziesar, Elard von Gottberg, behauptete gestern anlässlich einer kleinen Demonstration vor dem Brandenbuger Landtag in Potsdam gegenüber der MAZ, dass niemand aus der Politik erklären könne, warum der Wolf unter Vollschutz stehe.

Brandenburgs Wolfsverordnung vor erstem Praxistest?

Während Brandenburgs Bauernbund nach der kürzlich in Kraft getretenen Brandenburger Wolfsverordnung weiter erheblichen Widerstand ankündigt („Die Zeit des Verhandelns ist vorbei“), schafft ein Landwirt aus Potsdam-Mittelmark Fakten: Er stellte einen „Antrag auf Entnahme“ des Dobbrikower Wolfsrudels beim Landesumweltamt.

Kommentar der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe zur Brandenburger Wolfsverordnung

“Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe begrüßt grundsätzlich, dass das Land Brandenburg mit der Wolfsverordnung versucht, eventuell auftretende Probleme mit auffälligen Wölfen nicht pauschal, sondern auf der Basis von Einzelfallentscheidungen, die vom Landesamt für Umwelt als verantwortlicher Behörde getroffen werden müssen, zu regeln.