Niedersachsen – Seite 6 – Wolfsmonitor

Archives

Niedersachsen: Nutztierrisse je Wolf sinken offenbar deutlich

Die für das Wolfsmonitoring in Niedersachsen zuständige Landesjägerschaft (LJN) veröffentlichte jetzt die Ergebnisse des Monitoringjahres 2016/2017 in einem Abschlussbericht. Demnach gab es zwischen Anfang Mai 2016 und Ende April 2017 insgesamt 2.398 dokumentierte Wolfsmeldungen, darunter 96 Falschmeldungen sowie zusätzlich 399 Telemetrie-Ortungen, die gesondert ausgewertet wurden.

Niedersachsen: Kurskorrektur beim Wolf?

Beim Thema Wolf gibt es in Niedersachsen offenbar eine „leichte Kurskorrektur“ mit der Folge, dass der Schutzstatus des Wolfes nicht mehr erstrangig sein, das Wolfsmanagement aber dennoch besser ausgestattet werden soll. Das hat die SPD-Fraktion laut „Rundblick“ bei ihrer Klausur in Lüneburg beschlossen.

Konterkariert die „optische Rissbegutachtung“ wohlmöglich das Wolfsmonitoring?

Wurden im Vorjahreszeitraum bei 141 gemeldeten Nutztierübergriffen insgesamt 178 Tiere in Niedersachsen getötet, so waren es in diesem Jahr bei 232 Übergriffen 355 Weidetiere. Von den 232 Übergriffen auf Nutztiere konnten jedoch bisher nur 142 eindeutig Wölfen zugeordnet werden. In 33 Fällen waren Wölfe definitiv nicht die Verursacher, in 22 Fällen steht eine amtliche Feststellung noch aus. Weitere Fälle sind unklar. Grundlage dieser Erkenntnisse sind meistens DNA-Analysen.

Optische Rissbegutachtung künftig offenbar Standardverfahren in Niedersachsen

Das niedersächsische Umweltministerium veröffentlichte am 22. Dezember folgende Meldung (im Wortlaut): „Wolfsabweisender Herdenschutz in ganz Niedersachsen gefördert – Land zahlt 80 Prozent der Materialkosten – bis zu 30.000 Euro pro Jahr“

Morgens Lies und abends Meyer…

Morgens entdeckt: Eine markige Überschrift („Ab 1000 Wölfen wird geschossen“ – *1) und später die Relativierung („Ins Jagdrecht können wir den Wolf aber nur aufnehmen, wenn die Population zwischen Polen und den Niederlanden auf mindestens 1000 steigt“), so kennt man sie, die Bild-Zeitung, die in diesem Fall den neuen niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies interviewte.