Wolfsmonitor – Seite 67 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Otte-Kinasts heile Welt und 5 Stellen fürs Wolfsmanagement

Während der Umweltminister, wie es heißt, den Wolf “an der Backe“ hat, verkündet die Landwirtschaftsministerin, man sei „vom Bienensterben weit entfernt.“ Gemeint ist das Land Niedersachsen, die Rede ist von Olaf Lies (SPD) einerseits und Barbara Otte-Kinast (CDU) andererseits.

Niedersachsen: „Unseriöse und völlig haltlose Behauptungen“

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen, Martin Bäumer, behauptete vor einigen Wochen öffentlich, bis 2030 werde es über 40.000 Wölfe in Deutschland geben. Deshalb forderte er das „konsequente Töten von Wölfen in Niedersachsen“ (Wolfsmonitor berichtete, hier!). In einer Pressemitteilung meldete sich nun der ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister, Christian Meyer, darauf zu Wort. Darin spricht er von unseriösen und völlig haltlosen Behauptungen Bäumers.

Umstrittene Aktion: Fischotterjagd in Österreich

Die Rede ist von Millionenschäden. Schäden, die die Verantwortlichen in Kärnten nun offenbar dazu veranlassten, eine bestimmte Anzahl der possierlichen Tierchen zur Jagd freizugeben. Es gebe Messungen, die eine eindeutige Korrelation zwischen dem dramatischen Fischrückgang in bestimmten Gewässern und dem Vorkommen der Otter bestätigen, heißt es zur Begründung aus dem Amt der Kärntner Landesregierung.

Landwirtschaft in Deutschland: „Sehenden Auges gegen die Wand“…

20. Juni 2018: Der Europäische Gerichtshof verklagt Deutschland wegen zu viel Nitrat im Trinkwasser. Ganz vorne bei den Messstellen, an denen der Nitratgehalt den EU-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter Wasser (mg/l) überschritt und damit dem EU-Grenzwert überstieg liegen die klassischen Agrarländer Nordrhein-Westfalen (zu 40 Prozent), Schleswig-Holstein (zu 50 Prozent) und Niedersachsen (zu 60 Prozent).

Kurz gecheckt: Die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung zum Wolf

Der Bundestag hat vergangenen Donnerstag einen von CDU/CSU und SPD vorgelegten Antrag für ein bundesweit abgestimmtes Wolfsmanagement angenommen. Anträge der Oppositionsparteien Bündnis 90/Die Grünen und der Linken, die den Schutz des Wolfes und Sofortmaßnahmen zum Schutz von weidetierhaltenden Betrieben gefordert hatten, wurden mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, AfD und FDP abgelehnt.

Wolfsexperte bestätigt: Drei Menschen in Polen von Wolf gebissen

Jetzt bestätigte der Wolfsexperte des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) im Wolfsbüro Spremberg, Markus Bathen, gegenüber dem rbb, dass in Südostpolen drei Menschen von einem Wolf gebissen wurden. Das Tier wurde daraufhin erschossen.