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Das Wolfssüppchen der Konservativen

Mit allerhand Phantasie und Mut zur Faktenlücke verkündete nun die CDU-Fraktion des Landtags in Niedersachsen über ihren umweltpolitischen Sprecher, Martin Bäumer, pünktlich zum Ende des “amtlichen” Wolfsjahres das Erreichen des „günstigen Erhaltungszustandes“ der ZEP-Wölfe (ZEP = zentraleuropäische Tieflandpopulation). Zumindest schon mal für die vier Bundesländer Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, was an sich schon hochgradig hanebüchen ist.

Bayerischer Jagdverband diskutiert mit Experten über Pinselohr und Isegrim

 “…widewide wie sie mir gefällt”, heißt es in einem Lied, das nicht wenigen Leserinnen und Lesern bekannt sein dürfte. Warum ich so einsteige? Einerseits schreibt der Jagderleben- Berichterstatter, dass unter den Referenten des Symposiums im bayerischen Freyung keine Einigkeit darüber bestand, welche Konsequenzen aus dem dort Gesagten zu ziehen sind.

Bayerischer Wald: Vernetzung zweier Wolfspopulationen?

Nach der derzeit gültigen Definition ist der “günstige Erhaltungszustand” einer isolierten Wolfspopulation wie beispielsweise der “Zentraleuropäischen Tieflandpopulation” (ZEP) erst mit etwa 1000 adulten Tieren erreicht.

Wolfspaar im Grenzgebiet Bayerischer Wald/Böhmerwald nachgewiesen

Das Bayerische Landesamt für Umwelt teilte in einer Pressemeldung (Nr. 09/2017) am 09. März mit (im Wortlaut):

Landesamt für Umwelt: Weiblicher Wolf im Nationalpark Bayerischer Wald nachgewiesen

Strenger Wolfschutz nicht über Jahrzehnte möglich?

Ich mag es, wenn Menschen ihrer Berufung folgen und dadurch eine gewisse Zufriedenheit und Leidenschaft bei ihrer Berufsausübung ausstrahlen. Fast bewundernswert finde ich es sogar, wenn sie nach einer beruflichen „Irrfahrt“ das Ruder noch einmal herumreißen, um am Ende ihr berufliches Glück zu finden.

Nicht wenige der heute mehr oder weniger anerkannten Wolfsexperten haben das so getan. Günther Bloch, früher Hundetrainer, Elli H. Radinger, ehemalige Rechtsanwältin aber auch Frank Fass, früher einmal Luft- und Raumfahrttechnik-Ingenieur, heute Betreiber eines Wolfcenters, gehören zu diesem Personenkreis.

„Klatsche“ für FDP-Politiker Hocker!

Das dürfte er am Ende wohl als persönliche „Klatsche“ empfunden haben. Gemeint ist der niedersächsische FDP-Politiker Dr. Gero Hocker, dessen Fraktion im Landtag den Antrag stellte, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Neben der SPD und den Grünen lehnte gestern jedoch am Ende sogar die CDU-Fraktion diesen Antrag ab.

Hockers Argumentation – sollte sie tatsächlich so vorgebracht worden sein, wie die „Weserbergland-Nachrichten“ sie beschreibt – ist an Unlogik zudem kaum zu überbieten.