NABU – Seite 10 – Wolfsmonitor

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Hessen: Schäfer sauer über ehrenamtliche NABU-Unterstützung

Zur Vorbereitung auf rückkehrende Wölfe nach Hessen bot die NABU-Landesarbeitsgruppe Wolf kürzlich eine Schulung für ehrenamtliche Herdenschützer im Nationalen Naturerbe „Weinberg Wetzlar“ an. (Wolfsmonitor berichtete, hier der Link!) Die freiwilligen Helfer werden Schäfer künftig auf Anfrage unterstützen, zum Beispiel beim Aufbau von Herdenschutzzäunen.

Schafzüchter Hubert Dissen schüttelt darüber jedoch nur noch sprachlos den Kopf. Ein wolfsdichter Zaun sei eine immense Zusatzbelastung. Das würde mindestens zwei Stunden Mehrarbeit bedeuten und außerdem sei an vielen Stellen so ein Zaun gar nicht machbar. Sauer sei er, für ihn stelle die NABU-Initiative nur eine Ablenkung dar.

NABU – Journalistenpreis „Klartext für Wölfe“: Alle ersten Preise

Wie bereits auf Wolfsmonitor berichtet, vergab der NABU gestern Abend in Berlin die Journalistenpreise an die Gewinner des Wettbewerbs „Klartext für Wölfe“. Hier nun die Pressemeldung des NABU dazu im Wortlaut:

NABU: Gewinner des Journalistenpreises „Klartext für Wölfe“ ausgezeichnet

Je 3.000 Euro für die Kategorien Text, Bewegtbild, Hörfunk, Fotografie

NRW: Alle Luchs- und Wolfsberater im aktuellen Überblick

Luchs- und Wolfsichtungen sollten gemeldet werden, um das wissenschaftliche Monitoring zu unterstützen. Doch wo? In Nordrhein-Westfalen steht dafür bei der Nachrichtenbereitschaftszentrale des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen rund um die Uhr eine telefonische Hotline zur Verfügung:

Telefonnummer: 02361 305-0

Außerhalb der Geschäftszeiten der Nachrichtenbereitschaftszentrale und am Wochenende können alle Sichtungen und Vorkommnisse in Zusammenhang mit Wölfen oder Luchsen unter folgender Nummer gemeldet werden:

Wolf in Köhlen der 20. illegal getötete Wolf in Deutschland – NABU lädt zum Verbändegespräch

NABU-PRESSEMITTEILUNG NR 116/16 vom 27. SEPTEMBER 2016 (im Wortlaut):

„Erneut Verdacht auf illegale Wolfstötung

Zweiter Fall innerhalb von 14 Tagen – NABU initiiert Verbändegespräch mit Deutschem Bauernverband, Vereinigung deutscher Schafzuchtverbände und Deutschem Jagdverband

Berlin – Am Sonntag wurde auf einer Weide bei Köhlen, Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen, ein Tier gefunden, bei dem es sich nach Einschätzung des niedersächsischen Umweltministeriums um einen erschossenen Wolf handeln soll.

NABU: Eigenständige Rückkehr der Wölfe Erfolgsgeschichte des Naturschutzes

Die aktuellen Monitoring-Zahlen des Wolfsjahres 2015/16 (Mai 2015 bis April 2016), die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gestern im Rahmen einer Pressekonferenz vorstellte (46 Rudel, 15 Paare und vier sesshafte Einzeltiere – Wolfsmonitor berichtete: hier!), kommentierte der Naturschutzbund Deutschlands (NABU) in einer eigenen Pressemitteilung wie folgt (im Wortlaut):

NABU: Wolfsschutz weiter verbessern – illegale Tötungen sind kein Kavaliersdelikt

Miller: Hohen Schutzstatus erhalten, Konfliktlösungen anbieten

Brandenburg: Keine Mordkommission für geköpfte Wölfe

Auch nach dem Fund des dritten geköpften Wolfes in Brandenburg innerhalb von zwei Jahren werde man in dem Bundesland keine Mordkommission für Wölfe bilden, sagte nun die LKA-Sprecherin der Polizeidirektion Süd, Ines Filohn, gegenüber der Märkischen Allgemeinen. (*1)

Tatsächlich liefen die Ermittlungen zu dem aktuellen Fall noch immer bei der örtlichen Polizei. Und das solange, bis sie offiziell per Sonderzuweisung von der Staatsanwaltschaft ans LKA übertragen würden.