Juni 2018 – Seite 2 – Wolfsmonitor

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Landvolk-Legenden

Seit dem 6. Dezember 2017 ist ganz Niedersachsen Wolfsgebiet. Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz können seither von allen Antragsberechtigten in allen Landesgebieten beantragt werden. Heute, mehr als 6 Monate später, erhalten nach Wolfsübergriffen auf Schafe, Ziegen und Gatterwild sogenannte Billigkeitsleistungen jedoch nur noch diejenigen, die in den neu aufgenommenen Gebieten der „Förderkulisse Herdenschutz” auch tatsächlich wolfsabweisende Grundschutzmaßnahmen eingerichtet hatten.

Völlig bedeutungslose Initiativen

Während der Rat der etwa 12.000-köpfigen Samtgemeinde Barnstorf (Niedersachsen) offenbar gerade versucht, sich mit einer rechtsunverbindlichen Anti-Wolfs-Resolution gegen die grauen Räuber zu positionieren und sich dabei auch nicht scheut, Unwahrheiten zu verbreiten (sinkende Akzeptanz der Grauen, die Weidetierhaltung steht vor dem Aus, etc.), steht anderswo, nämlich bei unseren Nachbarn in der Schweiz, nach Ansicht der «Gruppe Wolf Schweiz» die Volksinitiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere» „vor einem Scherbenhaufen:

Schnell erledigt…ein Kommentar!

In Sachsen fand gerade ein mediales Schauspiel statt, eines das – normalerweise keiner Silbe wert – aus der Ferne recht absonderlich anmuten dürfte. Denn ausgerechnet Martin Just, in der Wolfszene bekannt als auffallend „glückloser“ Hobbyherdenschützer, gibt Sachsens neuem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) eine in seinen Augen faire Chance: „In einem Jahr werde ich ihn an seinen heutigen Aussagen messen“, so der mehrfach von Wölfen heimgesuchte Schafhalter im Nebenerwerb. (*1)