Dirk Fisser, NOZ-Reporter, gab gestern in einem Zeitungsartikel mal wieder sein profundes Wolfswissen zum Besten. In seinem Kommentar verknüpfte er sein Know-how mit der Erkenntnis, dass der heutige Umgang mit dem Wolf ein Beispiel für eine Politik darstelle, die die Sorgen der Bevölkerung nicht besonders ernst nimmt. Er sehe deshalb die Gefahr, dass so die Demokratie ernsthaft beschädigt wird.
CDU Ostfriesland fordert wolfsfreie Küstenzone
Der neue stellvertretende CDU-Bezirksvorsitzende Ostfrieslands, Björn Fischer, forderte letzten Samstag während des CDU-Bezirksparteitages in Wittmund eine „wolfsfreie Küstenzone“. Als Begründung führte er an: „…zur Sicherung des Deichschutzes, der Beibehaltung der landwirtschaftlichen Qualität in der Weidehaltung und des touristisch wertvollen Landschaftsbildes…“.
Wolfsjahr 2017/2018: Insgesamt 73 Wolfsrudel in Deutschland
Zum Ende des Wolfsjahres 2017/18 (also am 30. April 2018) gab es insgesamt 73 Wolfsrudel in Deutschland. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 60 Rudeln. Das entspricht zusammengefasst einer Vergrößerung der deutschen Wolfspopulation, die Teil der Zentraleuropäischen Tieflandpopulation ist, von 21,7 Prozent im Betrachtungsjahr. Heuristisch kann demnach von insgesamt 730 Wölfen in Deutschland ausgegangen werden. Und demzufolge von 219 erwachsenen Wölfen, die auf den Referenzwert der FFH-Richtlinie, den günstigen Erhaltungszustand „einzahlen“.
Veranstaltung in Walsrode: Debatte mit Anti-Wolfs-Attitüde
Machen wir es doch wie Frau Merkel: Wenn Grenzwerte nicht mehr passen, ändern wir einfach das (Bundesimmissionsschutz-) Gesetz. Was nicht passt, wird kurzum passend gemacht. So einen Vorschlag kann man sich als altehrwürdiger Politiker jedoch nur erlauben, wenn man wenige Tage später den Rückzug erklärt. Oder?





