Wolfsmonitor – Seite 80 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Jetzt steht fest: Jagdverband will Wolf im Jagdgesetz

Nun ist die „Katze aus dem Sack“: Der Deutsche Jagdverband (DJV) spricht sich in einer heute veröffentlichten Meldung dafür aus, den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Die Begründung dafür ist allerdings wie schon in mannigfachen Stellungnahmen des Verbandes zum Wolf zuvor: Lückenhaft, einseitig und unsauber.

Das alljährliche Erkenntnisgrab der durch unterlassenen Herdenschutz entstehenden Nutztierrisse

Es ist wahrlich müßig über Risszahlen von Wölfen zu reden, wenn man diese nicht mit den jeweiligen vorhandenen (oder auch nicht vorhandenen) Herdenschutzmaßnahmen ins Verhältnis setzt, wie nun Dirk Fisser es (wie auch bereits in früheren Beiträgen) erneut tut. Irgendwann wird das sicher auch mal diesem NOZ-Redakteur einleuchten, dessen jährliche „Einsichten“ zu den norddeutschen Risszahlen ich nun schon das dritte Mal in Folge präsentiert kriege.

Jagdverband setzt sich offenbar dafür ein, den Wolf ins Jagdrecht zu übernehmen!

Die Facebook-Seite „unsere Jagd“, dem Deutschen Landwirtschaftsverlag zugehörig, meldet gerade, dass sich der Deutsche Jagdverband (DJV) offenbar dazu entschlossen hat, sich für die baldige Überführung des Wolfes ins Bundesjagdgesetz einzusetzen!

Naturfotograf Borries: Niedersachsen als Wolfsland

Das kann man wohl als günstige Gelegenheit bezeichnen: Am kommenden Donnerstag (12. April) hält der Naturfotograf Jürgen Borris einen Vortrag darüber, wie er bei seinen ungezählten Ansitzen und Versuchen – um die Tiere abzulichten – Niedersachsen als Wolfsland erlebt hat.

Lügenpresse

Vor mir liegt gerade das Buch „Lügenpresse“ von den Herausgebern Volker Lilienthal und Irene Neverla. Daneben liegt ein Artikel der NOZ, in dem beschrieben wird wie der niedersächsische Jagd- und CDU- Funktionär Helmut Dammann-Tamke erneut seine (in Wolfskenner-Kreisen höchst umstrittenen) Thesen zum Wolf vor etwa 150 Interessierten im Oldenburger Hof (Ganderkesee) zum Besten gab.

Heute gefunden: Der elfte tote Wolf Niedersachsens 2018 wurde vermutlich illegal erschossen

Heute wurde ein weiterer toter Wolf in Niedersachsen gemeldet. Der an der B493 zwischen Gartow und Kapern gefundene Wolf wies Schussverletzungen auf. Das deute darauf hin, dass es sich hierbei um den insgesamt fünften illegal getöteten Wolf seit der Rückkehr der Beutegreifer nach Niedersachsen handelt, so das dortige Wolfsbüro.