Wölfe – Seite 91 – Wolfsmonitor

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Auch Liechtenstein bereitet sich auf (s)ein Wolfsrudel vor

Ein mitteleuropäisches Wolfsrudel beansprucht einen Lebensraum, der im Durchschnitt zwischen 150 und 350 km² groß ist. Die Fläche Liechtensteins beträgt etwa 160 km². Weil erste Wölfe ihre Spuren bereits im Fürstentum hinterließen, bereitet man sich dort nun auf das „eigene Wolfsrudel“ vor.

Die liechtensteinische Regierung arbeitet an einem Wolfskonzept, das den Umgang mit den Beutegreifern regeln soll. Vorbild ist dabei das Schweizer Konzept, das die Präsidentin des Vereins CHWOLF, Christina Steiner, jedoch hinsichtlich der Rudelregulierung und der bürokratischen Organisation kritisch sieht.

Niederlande: Ist der Wolf bei Beuningen (Twente) die residente Wolfsfähe aus dem Emsland?

Der Anfang September in der niederländischen Ortschaft Beuningen (unscharf) fotografierte Wolf könnte die sogenannte „residente Wolfsfähe“ sein, die erstmals im April 2013 auf dem Schießplatz in Meppen nachgewiesen und rund ein Jahr später von einer Wildkamera auf dem Schießplatz Nordhorn-Range aufgenommen wurde.

Davon geht zumindest Roel Korbee von der niederländischen staatlichen Forstverwaltung aus. Seltsam nur: Die Hinterlassenschaften der vermeintlichen Wölfin enthielten keinerlei Knochen, was für einen Wolf eher untypisch ist.

Gesellschaft zum Schutz der Wölfe: „Verantwortung für das Monitoring sollte an das NLWKN übertragen werden!“

In der neuesten Ausgabe der Vereinszeitschrift „Rudelnachrichten“ nimmt die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. (GzSdW) insbesondere zu den Ereignissen in Niedersachsen ausführlich Stellung. Nachfolgend ein Auszug:

„Sowohl MT6 als auch die „Goldenstedter Wölfin“ machen die Probleme, die beim Wolfsmanagement in Niedersachsen bestehen schonungslos deutlich. Es fehlt an entscheidenden Stellen.

Bis zu 17 Wolfsrudel in der Schweiz?

Ungefähr 40 Wölfe sollen heute in der Schweiz leben, bis zu 17 Rudel könnten es künftig werden. So publizierte es der Verein Kora, der in der Schweiz das Monitoring von Großraubtieren im öffentlichen Auftrag durchführt, im Rahmen einer Studie vom März 2016. Die „Gruppe Wolf Schweiz“ reagiert auf ihrer Facebook-Seite nun auf einen aktuellen Zeitungsartikel dazu (Auszug *1): „…Die Studie hat untersucht, wie viele Wölfe es im Alpenraum braucht für die Überlebensfähigkeit der Population (125 Rudel) und wie viele davon die Schweiz beheimaten sollte – eben 17 Rudel. Fakt ist aber auch, dass die ökologische Kapazität für wesentlich mehr Rudel reichen würde, sowohl in der Schweiz als auch alpenweit. 17 Rudel sind damit eher der minimale Kompromiss zwischen dem Arterhalt und den gesellschaftlichen Ansprüchen.“

Brandenburg: Erneut geköpfter Wolf gefunden

Im Sommer 2014 gab es bei Lieberose (Dahme-Spreewald) an einer Bundesstraße den ersten Fund eines toten Wolfes, dessen Kopf abgetrennt wurde. Im darauf folgenden Dezember 2014 fand man einen zweiten geköpften Wolf im Elbe-Elster-Kreis an der Grenze zu Sachsen.

Und nun erneut. Verschiedene Medien melden unabhängig voneinander, dass Zeugen gestern in einem Maisfeld zwischen Pinnow und Staakow (Landkreis Spree-Neiße) einen toten, kopflosen Wolf aufgefunden haben, der schon starke Verwesungserscheinungen aufwies. Vom Kopf fehlt bisher jede Spur.

Die Beitragsfotos auf Wolfsmonitor

Wenn man – wie ich vor etwas mehr als einem Jahr – einen Internetblog startet, braucht man Fotos. In meinem Fall Fotos von Wölfen. Doch wo kriegt man die in geeigneter Qualität und auf die Schnelle her? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann sie bei Agenturen, Fotodatenbanken und Fotografen einkaufen. Oder auch selber machen. Viele Tierparks und Zoos in Deutschland bieten die Gelegenheit dazu, eine geeignete Fotoausrüstung vorausgesetzt.

Es hat sich jedoch bewährt, sich vorher mit den entsprechenden örtlichen Regelungen vertraut zu machen, denn nicht immer ist das Fotografieren kostenlos und manchmal sind die Verwendungsmöglichkeiten der Fotos nachher allein auf die private Nutzung beschränkt.