Wölfe – Seite 93 – Wolfsmonitor

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Sind Reiter die modernen Rotkäppchen?

Ganz oben auf dem Speiseplan der Wölfe stehen Huftiere, um es genauer zu sagen: Paarhufer. Pferde sind zwar Huftiere, aber keine Paarhufer. Und nun? Die Frage, die viele Pferdehalter und Reiter seit der natürlichen Verbreitung des Wolfes umtreibt, ist die Frage nach der Sicherheit ihrer grasfressenden Vierbeiner.

Sind artgerecht auf der Weide und im Offenstall gehaltene Pferde in Gefahr, wenn Isegrim der Magen knurrt? Oder schlummern in unseren Pferden noch die Gene ihrer Urpferde, die an die Nachbarschaft mit dem Wolf gewöhnt waren? Können sich Reiter nicht mehr in den Wald trauen, weil sie, wie Rotkäppchen, vom „bösen Wolf“ überrascht werden könnten?

Zeitung in Celle: Wolfsexperte nicht erwähnenswert?

Der anwesende Redakteur der Cellesche Zeitung hatte vermutlich gerade keinen besonders guten Tag. Kann ja mal vorkommen. Denn wie ist es anders zu erklären, dass man in einem Artikel über einen Diskussionsabend in Wienhausen den einzigen Fachmann in der Runde nicht zu Wort kommen lässt?

Weil das, was Ulrich Wotschikowsky dort sagte, vielleicht so gar nicht in das Weltbild des Redakteurs Tore Harmening passte?

Erste Wolfsfamilie seit über 100 Jahren in Österreich!

Mit einer „Presseaussendung“ informierte der WWF-Österreich nun über die erste Wolfsfamilie in Österreich seit über 100 Jahren. Fotofallenbilder von einem über 15.000 Hektar großen Areal des Truppenübungsplatzes Allentsteig zeigen eindeutig die Jungtiere.

Die Pressemitteilung des WWF-Österreich vom 25.8.2016 im Wortlaut:

„Willkommen zurück: Der WWF und das Bundesheer freuen sich über erste Wolfsfamilie in Österreich – Fotofallenbilder zeigen Jungtiere im Natura 2000-Gebiet Truppenübungsplatz ALLENTSTEIG

Österreich spielt eine wichtige Rolle als Schnittstelle für die Vernetzung der – teils großen – europäischen Wolfspopulationen.

Eindrücke: Die Rückkehr des Wolfes – Schaden oder Nutzen? Eine Veranstaltung in Wienhausen

Eigentlich wollte ich gar nichts darüber schreiben, sondern sie einfach nur genießen. Die Rede ist von der Veranstaltung mit dem Titel „Die Rückkehr des Wolfes – Schaden oder Nutzen?“, die gestern Abend gemeinsam von der liberalen „Rudolf von Bennigsen-Stiftung“ und der „Friedrich Naumann-Stiftung für die Freiheit“ im Vorwerk Gut Oppershausen im niedersächsischen Wienhausen bei Celle angeboten wurde.

Und deshalb habe ich mich dort auch nicht als Berichterstatter angemeldet, sondern einfach nur als Teilnehmer. Warum ich die mehrstündige Anreise in Kauf nahm?

Prof. Dr. Kurt Kotrschal: „Der einzige Schutz der Wölfe gegen Menschen…“.

…“Der einzige Schutz der Wölfe gegen Menschen sind andere Menschen.

Das Management dieser Beziehung ist zwar selbst in Demokratien schwierig, aber es ist langfristig die einzige Basis für ein nachhaltiges Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf.“…

Niedersachsen: Wolfsrisse zurückgegangen!

Es ist erst wenige Wochen her, da verkündete die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), die Weidetierhalter rechneten für das Jahr 2016 mit dem schlimmsten (*1). Jetzt stellt sich heraus, dass die Zahl der Nutztierrisse durch Wölfe in Niedersachsen in der ersten Hälfte 2016 zurückgegangen ist – obwohl gleichzeitig die Zahl der Wölfe angestiegen ist.

So zumindest meldet es heute die Hannoversche Allgemeine (HAZ) in folgendem Artikel: Hier der Link! (*2)

Überraschend?