„Die Jäger werfen Naturschützern und Politikern bei der Rückkehr des Wolfes Planlosigkeit vor“, heißt es heute auf „BerlinOnline“. So oder so ähnlich muss es offenbar der Geschäftsführer von Sachsen-Anhalts Jagdverband, Wilko Florstedt, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) geäußert haben.
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Bischofs-Boulevard: Der missionierende Wolfsverriss
Einen Moment lang dachte ich gestern beim Frühstück, meine Tageszeitung – eine Regionalausgabe der NOZ – rutscht plötzlich auf das Niveau eines Boulevardblattes, denen man gewöhnlich ja nicht gerade Seriosität nachsagt, herab. Der Grund: Leserbriefschreiber Hermann Bischof aus Bramsche durfte eine halbe Zeitungsseite lang darüber schwadronieren, was er über Wölfe zu wissen glaubt, ahnt, meint, annimmt, befürchtet, denkt, argwöhnt, vorschlägt und vermutet.
Die „völlige Narrenfreiheit“ des Wolfes und derer, die ihm an den Kragen wollen…
Die Rückkehr des Wolfes nach Baden-Württemberg ist bisher alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Die letzte Wolfsichtung – von den Medien nach mehr als 150 Jahren entsprechend „gefeiert“ – liegt nun auch schon mehr als ein halbes Jahr zurück. Der damals nachgewiesene Wolf humpelte überdies auch noch (welch ein Omen!).
Das Jahr 2016: Die Wolfsmonitor-Retrospektive
In diesen Tagen liest man öfter, das Jahr 2016 sei ein Katastrophenjahr gewesen. Das mag – subjektiv betrachtet – durchaus für einige von uns so stimmen. Ich kenne allerdings genauso viele Menschen, die in diesem Jahr überdurchschnittlich erfolgreich, manche von ihnen sogar sehr erfolgreich waren… In Teilen entsetzlich kam mir jedoch die Medienberichterstattung vor, insbesondere – und das war mir vor Betreiben meines Blogs in diesem Umfang noch gar nicht bewusst, – die Oberflächlichkeit und Tendenziösität in Bezug auf die Wolfsrückkehr.





