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„Bisswunden-Protokollanten auf Bewährung“ – Maulkorb für Niedersachsens Wolfsberater

Niedersachsens „Umweltminister“ Olaf Lies sorgt gegenwärtig erneut für Schlagzeilen. Er verlangte jetzt offenbar im Zusammenhang mit den Wölfen und Wolfsrissen „Kadavergehorsam“ von den rund 140 Wolfsberatern im Land, um es wie der Weser-Kurier-Kommentator Justus Randt auszudrücken.

Nachrichten – sechs aktuelle Meldungen

In Niedersachsen sind mit zwei weiteren Nachweisen bei Garlstedt (Landkreis Osterholz) und in Ebstorf (Landkreis Uelzen) zwei neue Wolfsrudel nachgewiesen worden, nachdem in der letzten Woche noch neue Rudel in Meppen (Emsland) und im Landkreis Lüchow-Dannenberg vermeldet werden konnten. Das Monitoring in Niedersachsen zählt somit insgesamt 18 Rudel. Allerdings ist noch unklar, ob wirklich alle 18 Rudel noch bestehen, da in diesem Jahr in einigen Rudeln noch kein Nachwuchs nachgewiesen werden konnte. (*1)

Land Niedersachsen verordnet Verhaltenskodex für Wolfsberater

Noch keiner von ihnen weiß, was haargenau drinsteht. Und dennoch gibt es bereits Unruhe. Den über 100 niedersächsischen Wolfsberatern wurde am Dienstag auf ihrem jährlichen Treffen angekündigt, dass ihnen in Kürze ein Verhaltensleitfaden mit der Bitte zugehen wird, diesen zu unterschreiben.

Bereits im Januar sprach Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz von diesem Schritt und begründete ihn damit, dass sich die Wolfsberater künftig in Zurückhaltung üben und keine vorschnellen Bewertungen bei vermeintlichen Wolfsübergriffen abgeben sollen.