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Brandenburg: Schafzuchtverband spricht anderen Landnutzer-Verbänden Kompetenz ab

Bei dem Übergriff auf drei Schafe des Schäfers Marc Mennle im Deichvorland der Elbe bei Lenzen wurde der “Für die Gewährung einer Beihilfe bei Wolfsübergriffen einzuhaltende Mindeststandard beim Schutz von Weidetierbeständen” exakt eingehalten. Das stellte nun der Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg e.V. in einer eigens dazu veröffentlichten Pressemitteilung fest.

Brandenburg: Vorhersehbarer Ärger?

Der Streit in Brandenburg zwischen NABU, Bauernbund und Schäfer Marc Mennle gewinnt in ungewöhnlicher Form an Schärfe. Schon viel früher war allerdings vorauszusehen, dass es über kurz oder lang aufgrund der dort gültigen Wolfsverordnung Ärger geben könnte. Warum? Sie weist aus Sicht Wolfsmonitors einige erkennbare Schwachpunkte auf…

NABU Brandenburg: Schafherde war nicht ausreichend geschützt

Nach der überraschenden Wendung durch ein Rissgutachten bei Schäfer Marc Mennle, in dem der Rissgutachter und ehrenamtlich als Wolfsbotschafter des Naturschutzbundes (NABU) arbeitende Uwe Schanz nicht auszuschließt, dass ein Kadaver „platziert wurde“ (Wolfsmonitor berichtete, hier!), bezieht nun der Naturschutzbund nach teils heftigen Vorwürfen mit gleich zwei Pressemeldungen Stellung (im Wortlaut):

Überraschende Wendung: Schäfer steht im Verdacht, einen Wolfsriss vorgetäuscht zu haben

Die Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) berichten aktuell davon, dass die Rissgutachten der beiden Rissvorfälle bei Schäfer Marc Mennle, der seine Schafherde mit Herdenschutzhunden schützt, nun vorlägen. Überraschend allerdings: Eines der beiden Gutachten, das den PNN exklusiv vorliegt, legt nahe, dass Mennle einen Riss vorgetäuscht haben könnte.

Wenn ein Schäfer das Kind mit dem Bade ausschütten will…

Bei allem Respekt: Wenn ich mir den Artikel von Felix Hackenbruch über den Schäfer Marc Mennle in der PNN so durchlese, klingt vieles auf dem ersten Blick einleuchtend. Der leidgeprüfte Schäfer ist offensichtlich tatsächlich bedauernswert.

Nachrichten – sechs aktuelle Meldungen

In Niedersachsen sind mit zwei weiteren Nachweisen bei Garlstedt (Landkreis Osterholz) und in Ebstorf (Landkreis Uelzen) zwei neue Wolfsrudel nachgewiesen worden, nachdem in der letzten Woche noch neue Rudel in Meppen (Emsland) und im Landkreis Lüchow-Dannenberg vermeldet werden konnten. Das Monitoring in Niedersachsen zählt somit insgesamt 18 Rudel. Allerdings ist noch unklar, ob wirklich alle 18 Rudel noch bestehen, da in diesem Jahr in einigen Rudeln noch kein Nachwuchs nachgewiesen werden konnte. (*1)