Vogler – Seite 168 – Wolfsmonitor

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Keine Vergrämung in Sachsen? Wolfsfreunde im Netz sind empört!

Als heute Nachmittag die Meldung über die Ticker lief, dass der seit Mitte November immer wieder bei Teicha – Neuhammer – Alte Ziegelei (Gemeinde Rietschen, LK Görlitz) auftauchende Wolf mit dem Spitznamen „Pumpak“ (der Fette) jetzt abgeschossen werden soll (hier!), wurde im Netz vor allem folgende Frage laut:

Eilmeldung: Sachsen erteilt Genehmigung für den Abschuss von Wolf „Pumpak“!

Das Land Sachsen hat heute offenbar die Genehmigung erteilt, den seit Tagen bei Rietschen (Kreis Görlitz) vagabundierenden Wolf mit dem Spitznamen „Pumpak“ (polnisch für „der Fette“) abzuschießen. Das erfuhr die Leipziger Volkszeitung nach ihrer Anfrage beim Umweltministerium in Dresden. Die Begründung für die Abschussgenehmigung laute: Die Sicherheit der Menschen gehe vor den Artenschutz!

Sachsen-Anhalt: „Wölfe schießen, bis sie keine Bedrohung mehr darstellen!“

Wie wirkt es auf Sie, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie lesen, dass der „umweltpolitische Sprecher“ einer Partei – also ein „Umweltpolitiker“ – mit der Begründung, einige Menschen hätten in manchen Regionen bereits Angst in den Wald zu gehen, (also vor dem Hintergrund einer „gefühlten“, nachweislich jedoch nicht vorhandenen „Gefahr“) dafür plädiert, Wölfe zu schießen, bis sie keine (gefühlte) Bedrohung mehr darstellen?

Kein vernünftiger Grund für Wölfe in Deutschland?

Wenn jemand auf die Frage, warum wir eigentlich Wölfe in Deutschland „brauchen“, keine spontane Antwort erhält, dann mag das vielleicht auch an der Frage liegen. Denn höchstwahrscheinlich ist sie falsch gestellt! Daraus allerdings vorschnell ableiten zu wollen, es gäbe keinen „vernünftigen Grund“ für die Anwesenheit der Wölfe, lässt mich manchmal arg an der Vernunft des „Abzuleitenden“ zweifeln.

Nun amtlich: Goldenstedter Wölfin nicht mehr allein!

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) informiert bezüglich der Region Diepholz-Oldenburg-Vechta (in der bisher die Goldenstedter Wölfin – auch als Barnstorfer Fähe bekannt – offiziell allein unterwegs war) mit heutigem Datum über den Nachweis eines zweiten Wolfes (im Wortlaut):

„Aktuell zwei Wölfe in der Region Diepholz-Oldenburg-Vechta

Wolfsbüro: Rüde aus Mecklenburg-Vorpommern genetisch nachgewiesen