Hintergründe – Seite 6 – Wolfsmonitor

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Landwirtschaft in Deutschland: „Sehenden Auges gegen die Wand“…

20. Juni 2018: Der Europäische Gerichtshof verklagt Deutschland wegen zu viel Nitrat im Trinkwasser. Ganz vorne bei den Messstellen, an denen der Nitratgehalt den EU-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter Wasser (mg/l) überschritt und damit dem EU-Grenzwert überstieg liegen die klassischen Agrarländer Nordrhein-Westfalen (zu 40 Prozent), Schleswig-Holstein (zu 50 Prozent) und Niedersachsen (zu 60 Prozent).

Wolfsabschuss in Dänemark erleichtert?

Ob es in Dänemark ähnliche politische Differenzen zwischen dem Landwirtschafsministerium und dem Umweltministerium gibt wie in Deutschland, wird die nahe Zukunft zeigen. Einschlägige Kreise weisen nämlich schon heute darauf hin, dass bei unseren nördlichen Nachbarn die Definition sogenannter Problemwölfe erweitert werden soll. Das könnte dazu führen, dass Wölfe dort künftig schneller als nötig geschossen werden.

Schnell erledigt…ein Kommentar!

In Sachsen fand gerade ein mediales Schauspiel statt, eines das – normalerweise keiner Silbe wert – aus der Ferne recht absonderlich anmuten dürfte. Denn ausgerechnet Martin Just, in der Wolfszene bekannt als auffallend „glückloser“ Hobbyherdenschützer, gibt Sachsens neuem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) eine in seinen Augen faire Chance: „In einem Jahr werde ich ihn an seinen heutigen Aussagen messen“, so der mehrfach von Wölfen heimgesuchte Schafhalter im Nebenerwerb. (*1)

Weiteres Wolfsgutachten: Gegenwind für den Bauernbund in Brandenburg

Dem „Wolfsabschuss-Gutachten“ Wolfgang Kubickis, das der Bauernbund erst kürzlich vorstellte (WM berichtete, siehe unten), wurde jetzt von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe (GzSdW) ein Gutachten des Rechtsanwalts Raphael Deipenbrock entgegengestellt.

NABU Osnabrück stellt Interview-Antworten von Wolfsberater Meinhard Krüger richtig!

Nicht nur Wolfsmonitor wunderte sich über das NOZ-Interview mit dem darin eher unkundig wirkenden Wolfsberater Meinhard Krüger aus Melle bei Osnabrück (siehe hier!). Auch der 1. Vorsitzende des NABU Osnabrück e.V., Andreas Peters, und Wolfsbotschafter Hendrik Spiess sahen sich offenbar nun als örtliche NABU- Vertreter anlässlich dieses Interviews dazu gezwungen, einige Dinge richtigzustellen (im Wortlaut):

Das Wolfssüppchen der Konservativen

Mit allerhand Phantasie und Mut zur Faktenlücke verkündete nun die CDU-Fraktion des Landtags in Niedersachsen über ihren umweltpolitischen Sprecher, Martin Bäumer, pünktlich zum Ende des „amtlichen“ Wolfsjahres das Erreichen des „günstigen Erhaltungszustandes“ der ZEP-Wölfe (ZEP = zentraleuropäische Tieflandpopulation). Zumindest schon mal für die vier Bundesländer Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, was an sich schon hochgradig hanebüchen ist.