Dezember 2016 – Seite 7 – Wolfsmonitor

Monthly Archives: Dezember 2016

Ein „postfaktischer“ Rinderriss in Barnstorf?

Manchmal beschleicht mich ein merkwürdiges Gefühl, wenn ich Darstellungen lese wie kürzlich die über einen grausigen Fund auf einer Weide im niedersächsischen Barnstorf. (*1) Da äußert Rinderzüchter Marius Kinkhorst gegenüber der Zeitung für meinen Geschmack etwas zu voreilig, dass er sich – nachdem er ein totes Rind angefressen auf einer Weide fand – sofort sicher war, dass hier ein Wolf zugeschlagen habe.

Wolfsmonitor-Wochenrückblick, 5. bis 10. Dezember 2016

Einige Leserinnen und Leser werden es sicher bemerkt haben. Ich versuche gerade, ein „Nachrichten-Format“ für Wolfsmonitor zu entwickeln. Ich glaube, dass solch ein Kurzüberblick für einige Leser eine Hilfe sein kann, besonders, wenn sie keine Social-Media nutzen.

Petra Ahne: „In den Augen der tödlich verletzten Wölfin erlosch ein wildes grünes Feuer“…

…“Wildtiermanagement ist vergleichsweise einfach“, hat ein Mann namens Aldo Leopold vor etwa achtzig Jahren gesagt. „Die Menschen zu managen ist das Schwere.“ Der amerikanische Forstwissenschaftler Leopold gilt als der Begründer des Wildtiermanagements, also des Versuchs, die Bedürfnisse wildlebender Tiere mit denen der Menschen in Einklang zu bringen.

Lam(m)entieren ohne Sachverstand

Eigentlich habe ich nichts gegen Diskussionen zum Wolf, in denen auch vermeintliche Tabuthemen angesprochen werden. Die beständigen öffentlichen Forderungen nach Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht sind allerdings mittlerweile eine Qual für den Geist.

Während die „Dresdner Resolution“ der umweltpolitischen Sprecher der CDU/ CSU erst einmal nur die Überprüfung einer Übernahme des Wolfs ins Jagdrecht fordert, lässt Niedersachsens FDP nichts unversucht, des Wolfs im Jagdrecht habhaft zu werden.

MU-Info: Umweltminister Stefan Wenzel besuchte heute Schäfer in Südergellersen

Heute, am 8. Dezember, veröffentlichte das Niedersächsische Umweltministerium (MU) folgende Presseinformation (im Wortlaut):

„Umweltminister Stefan Wenzel bei Schafhaltern: Herdenschutz weiter verbessern – Aktuell keine gestiegenen Risszahlen trotz wachsender Wolfspopulation“


Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel hat heute (Donnerstag) bei einem Besuch in Südergellersen (Landkreis Lüneburg) mit einem Schafhalter die aktuelle Situation der Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe erörtert. „Wir nehmen die Sorgen der Nutztierhalter ernst“, sagte der Minister.

Brandenburgs Bauernbund protestiert schon wieder. Gegen eine Tagesordnung!

Wie man sich Aufmerksamkeit verschafft, scheint Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung zu verstehen. Es dürfe nicht sein, dass Fragen, die den Landwirten auf den Nägeln brennen, erst „wenn alle müde sind“, also kurz vor dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ diskutiert werden, wird er von der MOZ (Märkische Online-Zeitung) zitiert.