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Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) bekennt sich zu Wolf und Weidewirtschaft

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) in Niedersachsen bekennt sich einer aktuellen Meldung zufolge ausdrücklich zum Lebensrecht der Wölfe in freier Natur. Ebenso befürwortet sie – den Worten ihres Landesvorsitzenden Martin F. Dreß entsprechend – “eine ausgedehnte Weidetierhaltung und damit eine Verbesserung des Tierwohls in der Landwirtschaft.”

Hannover bei Glühwein und Nutztierkadavern

Heute war offenbar einer dieser merkwürdigen Tage. Sie verstehen schon, einer von denen, die am Ende für allerlei Überraschungen gut sind. Heute Morgen zum Beispiel ging es im niedersächsischen Landtag in Hannover erneut um geeignete Schutzmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe.

Die FDP hatte eine „Dringliche Anfrage“ mit der Überschrift „Was passiert, wenn Herdenschutzmaßnahmen den Wolf nicht mehr abhalten?“ eingebracht.

3 Antworten von Frank Faß (Teil 2)

Die nachfolgenden Fragen, aber auch die dazugehörigen Antworten, die den zweiten Teil des umfassenden Interviews mit Frank Faß bilden, stammen nicht aus dem gemeinsamen vierstündigen Gespräch, das wir kürzlich führten. Da haben wir diese Fragen nur kurz angeschnitten. Denn sogar vier Stunden können – bei einem umfangreichen Themenkomplex – vergleichsweise kurz sein.

Wolfsmonitor übersendete Frank Faß deshalb diese Fragen nach dem Gespräch und berücksichtigte bei der Formulierung bereits die ersten Leserreaktionen auf die beiden veröffentlichten Beiträge (…siehe Beitrag 1 hier! und den ersten Interviewteil hier!).

Wird umfangreiches Fotomaterial über frühe Menschenkontakte der Munsteraner Jungwölfe zurückgehalten?

Sollte tatsächlich stimmen (und da gibt es eigentlich kaum Zweifel), was NDR-Redakteurin Ulrike Kressel gestern in ihrem Artikel über das unter Verschluss gehaltene Fotomaterial aus dem Jahr 2014 – das Distanzlosigkeiten von Menschen gegenüber Wölfen des Munsteraner Rudels während ihres Heranwachsens zeigen soll – schreibt, liegt damit nun endlich ein nachvollziehbarer Grund für die spätere geringe Fluchtdistanz einiger Tiere genau dieses Rudels vor. (*1)

Denn die so „anerzogene“ Distanzlosigkeit dieser Wölfe Menschen und Hunden gegenüber mag am Ende vielleicht sogar dazu geführt haben, dass ein Jungwolf dieses Rudels, nämlich „Kurti“ (MT6), erschossen wurde, weil auch Umweltminister Wenzel zuletzt nicht mehr ausschließen wollte, dass es bei einer entsprechenden Nahbegegnung für einen Menschen gefährlich werden könnte.

Doch was nun?

Weiterer Übergriff durch die Goldenstedter Wölfin? – Teil 2

Gestern veröffentlichte ich einen Artikel über einen Kurzbericht in der „Oldenburgische Volkszeitung“ mit der Überschrift „Die Risse gehen weiter“ vom 15. Juni, der mich darauf schließen ließ, dass vielleicht ein Herdenschutzhund am Ende nur seinen Job gemacht haben könnte (hier der Link!).

Einige Wolfsmonitor-Leserinnen und Leser meldeten sich daraufhin spontan bei mir und stellten mir den vollständigen Artikel (an den man ursprünglich nur per Kauf der gedruckten Ausgabe oder des „epapers“ herankam) freundlicherweise zur Verfügung.

Nun doch keine Besenderung der Goldenstedter Wölfin!

Das war sie also, die gestrige Debatte im niedersächsischen Landtag über die „Große Anfrage“ der FDP-Fraktion mit ihren 83 Einzelfragen. Ungefähr eine Stunde lang tauschten Parteienvertreter ihre Positionen dazu gestern Nachmittag in Hannover aus.

Neu war eigentlich nur die Information, dass Umweltminister Wenzel die Goldenstedter Wölfin – die auch als Barnstorfer Wölfin bekannt ist – aufgrund der stark zurückgegangenen Nutztierrisse in letzter Zeit nicht mehr besendern lassen will.