Wolf – Seite 110 – Wolfsmonitor

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Eindeutige Ignoranz, Märchenstunde oder das „Peter-Prinzip“?

Wohl so ziemlich jeder kann bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufsteigen, besagt das sogenannte „Peter-Prinzip“, an das ich mich merkwürdigerweise spontan erinnerte, als ich letzten Freitag eine Stellungnahme der Geschäftsführerin des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer Schaf- und Ziegenzüchter gegenüber den Lübecker Nachrichten (LN) zur Wolfsrückkehr las:

„…Im Moment gebe es keine Lösung, die Schafe und Wölfe nebeneinander existieren lasse. „Wenn sich der Wolf im Norden weiter ausdehnt, geht die Schaf- und Ziegenzucht kaputt“,  wird Janine Bruser von der Zeitung zitiert. (*1)

Die Nachbarschaft von Pferd und Wolf – evolutionär ein alter Hut!

Pferd und Wolf – zwei Welten treffen aufeinander… So möchte zumindest mancher meinen. Doch ursprünglich teilten und teilen sich Pferd und Wolf eine Welt, einen gemeinsamen Lebensraum in freier Natur. Die enorme Anpassungsfähigkeit beider Tierarten ermöglichte es ihnen, die unterschiedlichsten Regionen der Erde zu besiedeln und nebeneinander zu bestehen.

Noch heute finden sich Gebiete wie in Rumänien oder Portugal, in denen Wildpferde und frei lebende Wölfe gemeinsam vorkommen. Gerade diese enorme Anpassungsfähigkeit ließ ihre domestizierten Nachkommen, unsere Hauspferde und -hunde, zu nicht wegzudenkenden Begleitern des Menschen durch alle Epochen der Weltgeschichte werden.

Jetzt 12 Wolfsrudel in Sachsen-Anhalt – Verbreitungsgebiet nicht erweitert!

Drei neue Wolfsrudel haben sich bei Möckern und Parchen im Landkreis Jerichower Land sowie in der Klietzer Heide im Landkreis Stendal angesiedelt. Damit werden gegenwärtig insgesamt zwölf Wolfsrudel und ein Wolfspaar in dem Bundesland gezählt. Einige Rudel leben allerdings grenzübergreifend zu Nachbarbundesländern. Das meldete das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt gestern im Rahmen der Pressemitteilung Nr.: 09/2016.

Die Meldung im Wortlaut:

Norwegen: Zehntausende unterzeichnen Online-Petitionen gegen die geplante Tötung von 47 Wölfen

Mit so unerwartet heftigen nationalen wie auch internationalen Reaktionen hatte man in Norwegen scheinbar nicht gerechnet, als man dort in der letzten Woche darüber entschied, 47 der schätzungsweise insgesamt 68 im Land lebenden Wölfe zu töten (Wolfsmonitor berichtete, hier!).

Nach Darstellungen des Journalisten Anders R. Christensen fürchten einige Verantwortliche nun aufgrund der – gelinde gesagt – überwältigenden negativen Resonanz einen gehörigen Reputationsverlust für das skandinavische Land.

Niederlande: DNA-Bestätigung für Wolf in Beuningen liegt nun vor!

Nun ist es amtlich: Es war tatsächlich ein Wolf. Anfang September wurde das Tier in der niederländischen Ortschaft Beuningen (unscharf) fotografiert, als es sich „löste“. Das niederländische Forschungsinstitut „Alterra“ teilte nun das DNA-Untersuchungsergebnis der Kotprobe mit, das einen Wolf bestätigt.

Ob es sich dabei allerdings um die sogenannte „residente Wolfsfähe“ handelte, die unweit der deutsch- niederländischen Grenze erstmals im April 2013 in Meppen und rund ein Jahr später auf dem Schießplatz Nordhorn-Range nachgewiesen wurde, bleibt unklar.

Niedersachsen: Raoul Reding ist der Nachfolger von Britta Habbe bei der LJN

Der neue Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) heißt Raoul Reding. Er ist der Nachfolger von Dr. Britta Habbe, die seit dem 1. Juli 2016 stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Fischotter-Zentrums in Hankensbüttel ist.

Mit einem Schreiben stellte sich Reding kürzlich der Jägerschaft persönlich vor:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Raoul Reding, ich komme aus Luxemburg und bin seit dem 1. September 2016 als Wolfsbeauftragter bei der Landesjägerschaft Niedersachsen tätig, womit ich die Nachfolge von Dr. Britta Habbe übernehme.