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Wolfsregion Lausitz: Schäden in sächsischen Wolfsterritorien im Vergleich zu Vorjahren gesunken

Das Kontaktbüro der Wolfsregion Lausitz informiert mit Datum 22.11.2016 (im Wortlaut):

“Fragen zur aktuellen Lage”

“In den letzten Monaten häufen sich kritische Medienberichte zum Thema Wolf, in denen auf Probleme durch Wölfe hingewiesen und deren Regulierung gefordert wird. Die Intensität dieser Forderungen fällt zeitlich zusammen mit einer Häufung von Nutztierschäden durch Wölfe, vor allem im Territorium des Rosenthaler Wolfsrudels.

Karte: Wölfe, Rudel, Nachweise und Totfunde in Deutschland

Für „alte Wolfshasen” nichts Neues, für hinzugekommene Leser jedoch vielleicht sehr interessant: Die akribisch gepflegte Übersichtskarte „Wölfe in Deutschland“ von NABU-Wolfsbotschafter und “Chef” der Facebook-Gruppe “Wölfe in Deutschland (und Mitteleuropa)” Stephan Grafe.

Stephan und ich sind im Oktober letzten Jahres so verblieben, dass wir die Karte jedes halbe Jahr erneut hier zur Info einstellen. Nachdem das Wolfsjahr 2015/16 nun vor wenigen Tagen am 30. April endete, verstehen wir den Zeitpunkt als sehr gut geeignet, die interaktive Karte nun erneut zu zeigen.

NABU zieht am heutigen “Tag des Wolfes” eine gemischte Bilanz

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) informiert (im Wortlaut):

“Zum Tag des Wolfes (30.4.) hat der NABU eine gemischte Bilanz zur Situation frei lebender Wölfe in Deutschland gezogen. Die Bestandsentwicklung mit aktuell 40 Wolfsfamilien bundesweit sei erfreulich, das Wolfs-Management noch nicht ausreichend. Hauptrisiko Nummer Eins für den Wolf ist nach wie vor der Straßenverkehr.


Für eine dauerhafte erfolgreiche Rückkehr des Wildtieres nach Deutschland sei nach wie vor die gesellschaftliche Akzeptanz entscheidend. Insgesamt ist die allgemeine Zustimmung zur Rückkehr der Wölfe hoch. Illegale Abschüsse bleiben ein Problem.

Überarbeiteter Managementplan für den Wolf in Thüringen

Aktualisiert liegt nun der „Managementplan für den Wolf in Thüringen“ vor. Die letzte Fassung stammt aus dem Jahr 2013.
Umfasste der letzte Plan seinerzeit noch 44 Seiten, so ist der Umfang nun auf 86 Seiten angewachsen und beinhaltet neben neuesten Erkenntnissen über das Verhalten der Beutegreifer nun auch die „Förderrichtlinie Wolf“ in seinem Anhang.

Gestrichen wurde der Passus, nach dem die Entnahme von „auffälligen“ Wölfen „immer das letzte Mittel der Wahl“ ist.
Zu den in Jägerkreisen oftmals diskutierten Auswirkungen der Wolfsrückkehr auf den Jagdwert und den Jagdertrag heiß es (unverändert):

Umfrage zeigt: Deutsche begrüßen Wolfsrückkehr!

In einer forsa-Umfrage im Auftrag des NABU wurden 2.012 Bundesbürger ab 18 Jahren im August 2015 nach ihrer Meinung zur Rückkehr der Wölfe befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung den Wölfen gegenüber sehr aufgeschlossen ist!


Die überwiegende Mehrheit (80 %) der Bundesbürger findet es demnach erfreulich, dass der Wolf wieder unsere Landschaft bereichert und ist der Meinung, dass Wölfe genauso wie z.B. Füchse, Rehe oder Biber auch in unsere Landschaft gehören. 78 Prozent sind ferner der Meinung, dass Wölfe in Deutschland leben können sollen, auch falls es teilweise zu Problemen kommt. 76 Prozent finden die Lebensweise von Wölfen spannend.

Lückenhaftes Wolfs-Management?

Warum wird über die Rückkehr des Wolfes dort, wo er plötzlich auftaucht so aufgeregt und emotional diskutiert? Warum ist auch einem Ottonormalbürger wie mir das Thema so wichtig und warum glaube ich, nun auch noch meinen Senf zu einer Diskussion dazugeben zu müssen, bei der bereits alles ausdiskutiert zu sein scheint? Ausdiskutiert? …werden Sie sich jetzt vielleicht fragen?