Daniel Wood: Die Jagd eines Wolfsrudels

…”Bei der Jagd verläßt sich ein Wolf zuerst auf seine Nase, dann auf seine Pfoten und zum Schluß auf seine vier Zentimeter langen Zähne. Ausgestattet mit einem hervorragenden Geruchsinn, der ebenso gut oder noch besser ist als der eines Hundes, kann er selbst auf zweieinhalb Kilometer Entfernung noch die Witterung eines Rehs, Seehundes oder Karibus aufnehmen. Sobald Aussicht auf Beute besteht, versammeln sich die Rudelmitglieder und prüfen den Wind, wedeln aufgeregt mit dem Schwänzen und spitzen die Ohren, während sie auf das Signal warten, dass die Jagd beginnen kann.


Peter und der Wolf

Hin und wieder genieße ich das Flair unserer deutschen Großstädte. Ich steuere bei diesen Besuchen in der Regel jede erreichbare Buchhandlung an, um zu sehen, was es dort Neues gibt. Ordentlich aufgereiht und nach den „Top 20“ sortiert, findet man dort zumeist die aktuellen Bestseller.
Und siehe da, zurzeit scheint sich ein Buch ganz gut zu verkaufen, das von dem „geheimen Leben der Bäume“ berichtet. Peter Wohlleben heißt der Autor, er ist ein Förster, der bereits vor zwei Jahren einen Nachruf auf den deutschen Wald veröffentlichte (hier der Link). Als regelmäßiger Besucher von Buchhandlungen war mir jedoch damals eine Listung seines Buches in den Bestsellerrängen nicht aufgefallen. Sein neues Buch (hier der Link!) wiederum ist zeitweise sogar auf Platz 1 der Bestsellerliste zu finden. Kompliment, Herr Wohlleben!

Mich haben Sie bereits vor einigen Monaten mit Ihren auffälligen Äußerungen neugierig gemacht. Ich sah Sie im Fernsehen, als Sie in einer Talkshow über Ihr neues Buch berichteten und war erstaunt über das, was Sie sagten. Noch während der Sendung

Neue Broschüre: Wege zur Koexistenz von Pferd und Wolf

Unter Federführung des Naturschutzbundes Deutschland, kurz NABU, bietet der „Arbeitskreis Pferd und Wolf“ einen neuen und kostenlosen 24-seitigen Leitfaden an, der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse dokumentiert und Tipps für das situativ richtige Verhalten für Pferdehalter und Reiter bereithält.
Die aus 43 Quellen zusammengetragenen Informationen wurden, bevor sie Eingang in den Leitfaden fanden, fachlich-wissenschaftlich mit Biologen und Wissenschaftlern aus anderen Bereichen erörtert. Die Autoren betonen, dass die Wolfsheimkehr ein dynamischer Prozess ist, der es erfordert, weiterhin am Thema dranzubleiben, um weitere richtige Schlussfolgerungen zu ziehen sowie noch unbeantwortete Fragen klären zu können. Dennoch verfügt nun auch die “Pferdeszene” mit diesem Leitfaden über fachlich fundierte Informationen. Zuletzt war es auch hier zu einigen Irritationen aufgrund fragwürdiger Äußerungen verantwortlicher Verbandsfunktionäre gekommen.

Wölfe dezimieren oder auf deren Bejagung verzichten?

Im Abstand von nur wenigen Stunden erschienen am vergangenen Wochenende zwei Pressemeldungen in der brandenburgischen „Märkischen Allgemeinen“, die an Wölfen interessierte Menschen aufhorchen ließen: Einem Bericht von Saskia Popp entsprechend, ging es auf einer Versammlung des Kreisjagdverbandes Potsdam-Mittelmark sehr lebhaft zu. Man “schlug dort Alarm”. Man fürchtet dort nämlich nach Aussage eines „Wolfsbeauftragten“ eine „Wolfsplage und wolle nun entsprechend handeln“, was schlussendlich bedeute, dass man im November seitens der Jägerschaft bei einer Zusammenkunft im Umweltministerium fordern werde, Wölfe durch Abschüsse “dezimieren” zu dürfen. Die Beobachtungen der Jäger seien „eindeutig“, der Wolf sei eine „unterschätzte Gefahr“. Den ganzen Artikel können Sie lesen, wenn Sie diesen Link nutzen!

Das gleiche Medium, die „maz-online“, gab am selben Tag eine Meldung über einen illegal erschossenen Wolf

Erneut illegal getöteter Wolf in Brandenburg

Erneut wurde letzten Samstag ein Wolf illegal getötet, erneut in Brandenburg. Bei Siegadel (Dahme-Spreewald) in Südbrandenburg fand ein Pilzsucher, nach Presseangaben gleichzeitig Jagdpächter, das noch warme Tier in seinem Jagdrevier, das Projektil steckte noch in dessen Schulter. Aufgrund des strengen Schutzstatus des Wolfes in Deutschland ermittelt die Kriminalpolizei nun wegen des Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz.

Bruno Hespeler: Der Wolf als “Hasenfuß”!

“…Immer mehr Menschen wohnen heute in Städten, und sie erleben Natur immer flüchtiger und distanzierter. Doch im gleichen Maße wächst ihre Sehnsucht nach Natur und nach einer vermeintlich heilen Welt. wir alle streben danach, “in Einklang mit der Natur” zu leben, einem zur Mode gewordenen Schlagwort, über dessen Sinn und Inhalt wir kaum nachdenken. Unser faktisches Wissen ist insgesamt, weil wir Teil einer Informationsgesellschaft sind, um vieles größer als jenes früherer Generationen. Aber das direkt Erleben der Natur bewegt sich für die Mehrheit der Bevölkerung in einem absolut rudimentären Bereich. Ihre Einstellung zur Natur resultiert bei vielen Menschen nur noch aus dem durch Kommunikation erworbenen rein faktischen Wissen. Auch das direkt Erleben liefert Fakten, darüber hinaus aber auch Emotionen.


Wer in der Stadt lebt und immer wieder erfährt, wie bedroht viele Tierarten draußen in freier Landschaft sind, der wird sich für diese begeistern. Der Bauer, dem der Luchs ein Schaf aus der Herde holt, und der Imker, dem der Bär den Bienenstock aufbricht,