Wolfsmonitor – Seite 49 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

„….das Blut der Weidetiere spritzt bis an die Häuserwände.“

So argumentierte heute Martin Bäumer (CDU) im niedersächsischen Landtag. Ja genau, Bäumer ist der gelernte Sparkassenkaufmann, der bereits Anfang des Jahres prophezeite, was er heute wiederholte, nämlich dass es im Jahr 2030 in Deutschland „mehr als 30.000 Wölfe geben wird“ (damals nannte er sogar „über 40.000 Wölfe“, siehe hier! und hier!).

Niedersachsen: Schafherde von Landtagsvize Bernd Busemann attackiert

In Niedersachsen wurden nun offenbar acht Schafe des Dörpener CDU-Landtagsabgeordneten und Landtagsvizepräsidenten Bernd Busemann gerissen. Ob von einem Wolf oder nicht, wird derzeit geprüft. Busemann, der seit etwa 30 Jahren Bentheimer Landschafe züchtet, sagte gegenüber der NOZ: „Alles spricht für einen Wolfsriss“, ein Hund schaffe so etwas nicht.

Manipulations-Meeting in Melle?

Ganz großes Kino in Melle: Dort griff die FDP-Stadtratsfraktion ein diskussionswürdiges Thema (Wölfe) auf, kündige eine öffentliche „Diskussion“ an und lud sich dazu gleich vier Protagonisten fürs Podium ein, die merkwürdigerweise alle dieselbe Meinung vertraten.

Erneut ein einzigartiges Trauerspiel…

Wie ein Verband seine eigenen Mitglieder und eine unbedarfte Bevölkerung durch Halbwahrheiten und dem Verschweigen relevanter Fakten offenbar zum Narren halten will, zeigt aktuell der Deutsche Jagdverband (DJV) mit seinem soeben veröffentlichten „Frage-und-Antwort-Papier zum Wolf“. (*1)

Gesellschaft zum Schutz der Wölfe: „Wolfsabschuss ist kein Herdenschutz!“

Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe (GzSdW) veröffentlichte jetzt im Rahmen einer Pressemeldung einen „Offenen Brief“ an die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner wegen dem geplanten „Abschuss auffälliger Wölfe“ (im Wortlaut):

Reaktion auf Bundesratsinitiative: „Minister sollten der Gesellschaft nichts vorgaukeln!“

Mit der Bundesratsinitiative, die Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies zusammen mit den zuständigen Ministern Jörg Vogelsänger (Brandenburg, ebenfalls SPD) und Thomas Schmidt (Sachsen, CDU) heute einbrachte, wolle er – so ist einer entsprechenden Pressemeldung aus Hannover zu entnehmen, den „Konflikt von Weidetierhaltern und Artenschützern auflösen!“