Wolfsmonitor – Seite 72 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Zurückgetretener Wolfsberater über Populismus, Politik und geschürte Panik

Franz-Otto Müller trat nun als Wolfsberater in der Wesermarsch zurück. In einem Interview mit dem Weser-Kurier zieht er Bilanz: Das eigentliche Problem in der Region seien nicht die Wölfe, sondern Hunde, populistische Politiker und panikschürende Interessenvertreter wie das Landvolk und die Schafzuchtverbände.

1.950 Euro für jeden Herdenschutzhund

Nach einer Attacke im nördlichen Schwarzwald, aus der hervorhegt, dass dort ein Wolf standorttreu geworden ist, gilt nun die „Förderkulisse Wolfprävention“ in dieser Region. Das Land übernimmt damit 90 Prozent der Kosten, die Schaf-, Ziegen und Gehegewildhaltern bei der Anschaffung von Materialien für Herdenschutzmaßnahmen, z.B. Elektrozäunen, entstehen.

„Zeitenwende“ für Tierhalter nun auch im Südwesten

Das Credo von Diana Dengler aus Auerbach und Christine Günther aus Neunkirchen lautet: „Wir wollen die Tierhalter unterstützen und ihnen helfen, die richtigen Abwehrmaßnahmen gegen den Wolf zu treffen.“ Beide gehören zu WikiWolves, einer bundesweit tätigen Plattform, die Herdenschutz durch Freiwilligeneinsätze organisiert.

Das „Wolfsproblem“ der Jagdfunktionäre

Die Worte Matthias Schannwells, des Geschäftsführers des Landesjagdverbandes in Brandenburg also, klingen fast schon wie ein Mantra: Die Lösung des Wolfs-Problems könne nur über eine überwachte Jagd erfolgen, Schutzjagden nach skandinavischem Vorbild wären sogar jetzt schon möglich. Außerdem forderte er: „Wir wollen den Dialog…

„Sachsens Wolfsmanagement funktioniert.“

Im Freistaat Sachsen wurden im letzten Jahr 13.600 EUR Schadensausgleich für Wolfsübergriffe gezahlt. Ein Jahr zuvor, also 2016, waren es noch 41.900 EUR. Das sind die Zahlen, die der Antwort auf die „Kleine Anfrage“ des sächsischen Abgeordneten Andreas Heinz (CDU) zu entnehmen sind. (*1)

Umweltministerin Svenja Schulze pocht auf gemeinsame Monitoringberichte mit Polen

Deutschlands Wölfe gehören größtenteils der deutsch-polnischen „Zentraleuropäischen Flachlandpopulation (ZEP)“ an, auch „Mitteleuropäische Tieflandpopulation“ genannt. Diese grenzübergreifend vorkommende Wolfspopulation ist eine von insgesamt 10 verschiedenen Populationen in Westeuropa.