Wölfe – Seite 92 – Wolfsmonitor

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Jede Zeit hat ihre Helden…

Als ich vor vielen Jahren meinen Jagdschein machte und mich deshalb auch für die Anschaffung eines Jagdhundes interessierte, waren seine Schriften allgegenwärtig. Gemeint ist der Sachbuchautor Bernd Krewer, ein ausgewiesener Jagdhundespezialist.


 

In den letzten Jahren, in denen ich kaum noch jagdlich aktiv war, geriet er bei mir allerdings mehr und mehr in Vergessenheit. Neuerdings versucht Krewer sich offenkundig darin, die Bedeutung der Wolfsrückkehr nach Deutschland zu interpretieren.

Cuxland: Weiteres Rind Wolfsopfer?

Warum erneut bei Herrn Müller? Diese Frage stellte ich in meinem letzten Wolfsmonitor- Beitrag. Bereits wenige Tage später gibt es nun einen vermeintlich weiteren Wolfsübergriff auf ein tragendes Rind in der Cuxland- Region. Dieses Mal zwar nicht bei Herrn Müller, aber ebenfalls in der Nähe von Lamstedt, in Armstorf.

Laut Nord 24 gehörte das betroffene Rind zu einer Herde von elf Jungrindern, die von dem Wolf oder den Wölfen auseinandergetrieben wurden. Das tragende Rind flüchtete demnach über einen Kilometer in einen Graben, wo es dem Bericht nach getötet wurde. (*1)

Cuxland: Warum erneut Herr Müller?

Einerseits ist es tragisch, andererseits auch irgendwie merkwürdig: Nachdem bereits im Jahr 2014 bei zwei Wolfsübergriffen insgesamt drei Jungrinder des Landwirts Andreas Müller aus Lamstedt (Landkreis Cuxhaven) von Wölfen gerissen wurden, gibt es dort abermals gleich zwei neue Verdachtsfälle.

Beide erneut bei Andreas Müller.

Ende Juli, also vor etwas mehr als vier Wochen, wurde ein totes Tier seiner Herde gefunden, das den konkreten Verdacht auf einen neuerlichen Wolfsriss nährte. In der Nacht von Montag auf Dienstag dieser Woche nun wurde erneut ein Rind seiner Herde getötet und angefressen.

Schleswig-Holstein: Wolfshotline jederzeit zu erreichen!

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein weist aus gegebenen Anlaß darauf hin, dass die „Wolfshotline“ unter der Telefonnummer 0 174 / 63 30 335 jederzeit zu erreichen ist, insbesondere, wenn Gerüchte um angebliche Wolfsangriffe für Unsicherheit sorgen.

Die Hotline-Mitarbeiter nehmen Fragen und jede Art von Hinweisen rund um Wölfe rund um die Uhr auf und kümmern sich darum, dass fachkundige Kräfte – dazu zählen die 70 Wolfsbetreuerinnen und Wolfsbetreuer des Landes – der Angelegenheit gegebenenfalls nachgehen.

Die Pressemeldung des Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vom 29. August 2016 im Wortlaut:

NRW-Wolf: Neuer Info-Flyer (mit Download)

Der „Landesfachausschuss Wolf in NRW“ des Naturschutzbundes Deutschlands (NABU), hat einen neuen Informationsflyer herausgebracht, der auf der Webseite des Landesfachausschusses heruntergeladen werden kann.


 

Der als Faltblatt konzipierte Flyer mit dem Titel: „Der Wolf kehrt zurück – Nordrhein-Westfalen: Heimat für Mensch und Wolf“ präsentiert neben den Ansprechpartnern zahlreiche Informationen, wie z.B. die bis dato vorliegenden Wolfsnachweise in NRW sowie Verhaltenstipps für zufällige Begegnungen mit den großen Beutegreifern.

3 Antworten von Frank Faß (Teil 1)

Frank Faß vorstellen heißt Eulen nach Athen tragen. Der 42-jährige gelernte Luft- und Raumfahrtingenieur und heutige Inhaber und Betreiber des Wolfcenters in Dörverden, eröffnete im Jahr 2010 mit seiner Frau Christina den 5,2 Hektar großen Wolfspark auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände in der niedersächsischen Ortschaft Barme.

Frank Faß ist ebenfalls ehrenamtlicher Wolfsberater in Niedersachsen und engagiert sich auch außerhalb des Wolfcenters für den Wolf. Er wuchs in einer Jägerfamilie auf und ist selbst ausgebildeter Jäger.