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Erneuter Wolfsriss einer Kuh im Landkreis Cuxhaven?

Folgende aktuelle Meldung von Nord 24 (NORDSEE-ZEITUNG) reiche ich mal mit einer gewissen Vorsicht weiter: Redakteur Andreas Schoener meldet nämlich, dass ein Wolf eine Herde mit 29 Kühen in Meckelstedt (Geestland, Landkreis Cuxhaven südöstlich des Bederkesaer Sees) angegriffen und dabei ein tragendes Muttertier und ihr Kalb tötete.

Ein zuständiger Wolfsberater verschaffe sich einen Überblick vor Ort. Außerdem sei unklar, ob das Cuxland-Rudel oder ein Wanderwolf für den Vorfall verantwortlich sei. (*1)

Niedersachsen: Land fördert Wolfsschutz für Rinder an der Unterelbe

Nachdem das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bereits am 4. Oktober 2016 den Landkreis Stade zur “Förderkulisse Herdenschutz” hinzugefügt hatte und deshalb künftig auch dort präventive Maßnahmen zum „wolfsabweisenden Herdenschutz“ gefördert werden, gab die Pressestelle des NLWKN nun bekannt, dass das Land Niedersachsen in Teilen der Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg/ Wümme künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf” des Landes fördert.

Darüber hinaus bereite man für Rinderhalter in den betreffenden und weiter unten genannten Gemeinden eine Informationsveranstaltung vor.

Erschossener Wolf im Landkreis Cuxhaven gefunden?

Christian Döscher von Nord 24 meldet: Gestern wurde in Köhlen im Landkreis Cuxhaven offenbar ein erschossener Wolf aufgefunden. Ortsansässige Jäger schätzten, dass das Tier, bevor es gefunden wurde, bereits etwa acht bis zehn Tage auf einer Weide gelegen haben könnte. Es sei heute zum IZW nach Berlin gebracht worden.

Erst kürzlich, am 5. September meldete Nord24, dass es in Armstorf, also nur rund 17 km vom jetzigen Fundort in Köhlen entfernt, einen vermeintlichen Wolfsübergriff auf ein tragendes Rind gegeben habe (Wolfsmonitor berichtete, hier!).

Cuxland: Weiteres Rind Wolfsopfer?

Warum erneut bei Herrn Müller? Diese Frage stellte ich in meinem letzten Wolfsmonitor- Beitrag. Bereits wenige Tage später gibt es nun einen vermeintlich weiteren Wolfsübergriff auf ein tragendes Rind in der Cuxland- Region. Dieses Mal zwar nicht bei Herrn Müller, aber ebenfalls in der Nähe von Lamstedt, in Armstorf.

Laut Nord 24 gehörte das betroffene Rind zu einer Herde von elf Jungrindern, die von dem Wolf oder den Wölfen auseinandergetrieben wurden. Das tragende Rind flüchtete demnach über einen Kilometer in einen Graben, wo es dem Bericht nach getötet wurde. (*1)

Cuxland: Warum erneut Herr Müller?

Einerseits ist es tragisch, andererseits auch irgendwie merkwürdig: Nachdem bereits im Jahr 2014 bei zwei Wolfsübergriffen insgesamt drei Jungrinder des Landwirts Andreas Müller aus Lamstedt (Landkreis Cuxhaven) von Wölfen gerissen wurden, gibt es dort abermals gleich zwei neue Verdachtsfälle.

Beide erneut bei Andreas Müller.

Ende Juli, also vor etwas mehr als vier Wochen, wurde ein totes Tier seiner Herde gefunden, das den konkreten Verdacht auf einen neuerlichen Wolfsriss nährte. In der Nacht von Montag auf Dienstag dieser Woche nun wurde erneut ein Rind seiner Herde getötet und angefressen.