Ich bin nicht Mitglied Ihres Verbandes! Aber ich bin Weidetierhalter, ich halte 4 Pferde, 3 Maultiere und 2 Esel auf ca. 7 Hektar in der Hocheifel. Für uns Weidetierhalter glaubte Ihr Umweltbeauftragter Eberhard Hartelt vor einem Ausschuss des Deutschen Bundestages sprechen zu dürfen.
„Statistischer Fliegenschiss“
Ob nun absichtlich oder nicht: Als die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) im August letzten Jahres mit der offenkundig selbst erhobenen Zahl von angeblich mehr als 3.500 gerissenen Nutztieren seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland indirekte Wahlkampfhilfe leistete, indem sie damit quasi den Wolfsgegnern eine Argumentationshilfe in die Hand spielte (die sich allerdings als zweifelhaft erwies, siehe hier!), war der Aufschrei allenthalben groß. Die übergrosse Zahl der angeblichen Wolfsrisse wurde von vielen Medien einfach unkritisch weiterverbreitet. (*1)
Drohgebärden
Im „Netz“ ist auf einer Jagdseite zu lesen, dass Mitglieder des Vereins Wolfsschutz-Deutschland e.V. als Reaktion auf eine mit einem Strick und einem Betongewicht tot aus dem Tagebausee Mortka im Landkreis Bautzen geborgene Wölfin (Wolfsmonitor berichtete, hier!) mit Hilfe von „Antiwilderer-Patrouillen“ weitere illegale Wolfstötungen verhindern wollen.
Tschechien: Wölfe ersetzen menschliche Jäger bei Hirschjagd
Eine interessante Nachricht zum Wochenende: Im tschechischen Nationalparks Šumava wurden allein in der letzten Jagdsaison mehr als 1.100 Hirsche von Jägern geschossen. Jetzt wurde auf dem Territorium des direkt an den Nationalpark Bayerischer Wald angrenzenden Nationalparks offenbar ein Gebiet festgelegt, in dem allein die „natürlichen Jäger“, gemeint sind Wölfe, die Hirschpopulation regeln sollen.





