Dr. Regina Walther – Wolfsmonitor

Archives

Wolf ins Jagdrecht? – Öffentliche Anhörung am 10. Februar in Hannover

Am Mittwoch, den 10. Februar 2016 findet durch den „Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung“ eine öffentliche Anhörung im Erweiterungsgebäude des Niedersächsischen Landtags (Raum 1105 in der Leinstraße 30 in Hannover) statt, die um 13:00 Uhr beginnt.

Zwei der insgesamt fünf Tagesordnungspunkte sind der „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes – Gesetzentwurf der Fraktion der FDP – Drs. 17/2883 (Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht mit ganzjähriger Schonzeit)“ und der „Antrag der Fraktion der CDU – Drs. 17/4519 – Für den Tierschutz und die Existenzfähigkeit der betroffenen Schäfer – Goldenstedter Wolf umgehend entnehmen“.

Geladene Referenten sind:

Erneut Übergriff auf Schafherde im Landkreis Diepholz

Schäfermeister Klaus Menke scheint ein besonnener Mann zu sein. Nach einem Übergriff auf „seine“ Schafherde am letzten Freitag in Freistatt, dem 4 Schafe und eine Ziege zum Opfer fielen, weitere Tiere wurden verletzt, wählt er seine Worte gegenüber dem NDR mit Bedacht(*).
„Es können wildernde Hunde oder auch „der Wolf“ gewesen sein“, sagt er gegenüber dem Reporter.

Wolfsrisse in Goldenstedt als Chance begreifen!

Bei Goldenstedt im niedersächsischen Landkreis Vechta wurden in kurzen Zeitabständen trotz guter Herdenschutzmaßnahmen mehrere wertvolle Schafe scheinbar von einer Wölfin gerissen. Selbst ein 140 cm hoher Elektrozaun konnte die Wölfin nicht davon abhalten, zu den Schafen vorzudringen. Das ist bedauerlich, nicht nur deshalb, weil der Schäfer Tino Barth bisher als vorbildliches Beispiel für den Einsatz von Herdenschutzmaßnahmen galt und weil er augenscheinlich alle notwendigen und vom Ministerium geforderten Maßnahmen zum Schutz seiner Schafherden umsetzte.

Der erneute Riss eines Schafes aus seiner Herde führte nun – einer Pressemeldungen zufolge (*1) zu einem Medien- und “Experten”-Auflauf. Ganze 5 Kamerateams, der Leiter des Wolfscenters Dörverden Frank Fass und der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann waren vor Ort, um die Sache selbst in Augenschein zu nehmen. Das Ergebnis: Der „rissauffällige“ Wolf muss weg, wenn er „mit der Tierhaltung nicht verträglich ist“. Frank Fass wird zitiert: „Ich würde die Wölfin opfern“.

Bericht über die Internationale Wolfskonferenz des NABU in Wolfsburg (Teil 2)

Auch das Programm des zweiten Konferenztages klang im Programmheft sehr vielversprechend. Mit den Themenblöcken „Management von Wolfspopulationen“, “Nutztiere und Wölfe“ sowie „Neue Formen des Zusammenlebens von Mensch und Wolf“ standen die tagesaktuellen Herausforderungen im Fokus. 

Ich werde nachfolgend allerdings genau wie im ersten Teil (hier der Link) nur über meine persönlichen Highlights berichten. Alles andere wäre an dieser Stelle nicht zu leisten. Leider, ja leider konnte ich auch am Rahmenprogramm nicht teilnehmen. Ich kann deshalb nicht über den Empfang der Stadt Wolfsburg am Donnerstag oder von den geführten Besichtigungstouren durch Wolfsburg am Freitagabend berichten.


Am meisten bedaure ich jedoch, dass ich am 3. Veranstaltungstag, an dem insgesamt vier Exkursionen angeboten wurden, aus terminlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Die Touren sollen informativ und attraktiv gewesen sein,