Wolfsmanagementplan – Seite 2 – Wolfsmonitor

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In Sachsen ist man offensichtlich weiterhin dazu entschlossen, Wolf „Pumpak“ zu erschießen…

Noch im November wurde von den umweltpolitischen Sprechern der Fraktionen von CDU und CSU in der sogenannten „Dresdner Resolution“ ein praxistaugliches Wolfsmanagement für den Bund und die Länder eingefordert. Darin heißt es beispielsweise, dass das „in letzter Konsequenz notwendig werdende Töten verhaltensauffälliger Tiere auch aus Gründen der öffentlichen Sicherheit nicht tabuisiert“ werden darf. (*1)

Nachtrag: Die offizielle Pressemeldung zur „Entnahme“ Pumpaks

In Sachsen wurde die Abschussfreigabe für den offensichtlich „futterkonditionierten“ Wolf mit dem Spitznamen „Pumpak“ (polnisch für „der Fette“) erteilt. Das Umweltministerium informierte am 19. Januar über den „Medienservice Sachsen“ darüber. Die Entscheidung stieß allerdings auf großen Widerstand, insbesondere bei Natur- und Wolfsschutzverbänden, die offenbar davon ausgehen, dass diese Entscheidung nicht fachlich, sondern politisch motiviert war. Hier die Ursprungsmeldung quasi als Wolfsmonitor-Nachtrag im Wortlaut:

Traumberuf Wolfsbeauftragte(r)? – jetzt bewerben!

Für Biologen, Land- oder Forstwirte, die von Wölfen fasziniert sind, könnte es ein Traumberuf sein. Eine besondere Herausforderung ist die hauptberufliche Tätigkeit auf alle Fälle, da Wölfe – leider auch in Brandenburg – nicht nur Freunde haben!

Das Land Brandenburg, in dem bereits 22 Wolfsrudel heimisch sind, sucht nun sogar gleich zwei Wolfsbeauftragte, die – so schreibt es rbb24 – „den etwa 100 Wölfen im Land das Leben erleichtern und das Schafstöten erschweren sollen.“ (*1)

„Entnahme“ in Rathenow? – Was steht im Wolfs-Managementplan für Brandenburg?

In der Klietzer Heide gibt es ein Wolfsrudel, das aufgrund seines Lebensraums auf dem Truppenübungsplatz Klietz eigentlich Sachsen-Anhalt „zugerechnet“ wird.

Von dort aus machte sich kürzlich ein Wolf des Rudels auf den Weg nach Brandenburg, genauer in das wenige Kilometer entfernte Rathenow, wo er als „Waschanlagen-Wolf“ bekannt wurde, weil er in einer Autowaschanlage gefilmt wurde.

Neuer Wolfs-Managementplan in Hessen: Keine finanzielle Unterstützung für Nutztierhalter?

Nun hat auch das Bundesland Hessen, obwohl es dort bisher keine nennenswerten Wolfsvorkommen gibt, einen Wolfsmanagementplan. Das Papier ist sachlich, setzt auf Informationen und bietet einen allgemein verständlichen Überblick über die mit der Wolfsrückkehr verbundenen Herausforderungen.
Es finden sich dort jedoch – anders als in anderen Managementplänen – keine Hinweise zur finanziellen Unterstützung von Präventionsmaßnahmen und Entschädigungszahlungen bei Nutztierrissen.

Leitlinien zum Management von Großraubtieren (Studie 1)

“Leitlinien für Managementpläne für Großraubtiere auf Populationsebene“, im Original: „Guidelines for Population Level Management Plans for Large Carnivores”

Die „Species Survival Commission Specialist Group“ der „Large Carnivore Initiative for Europe“, kurz LCIE, ist eine von über 130 Spezialistengruppen der Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources).