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Die Wolfsampel: „Kleine Anfrage“ zu Wolf-Mensch-Begegnungen in Niedersachsen

Kürzlich stellten mehrere Landtagsabgeordnete in Niedersachsen eine sogenannte „Kleine Anfrage“ an die Landesregierung mit dem Titel: „Sind Begegnungen zwischen Wolf und Mensch Normalität und als problemlos einzustufen?“. Nun liegen die schriftlichen Antworten des Ministeriums hierzu vor. *

Ich möchte mich vor allem der ersten von insgesamt sieben Einzelfragen widmen, die da lautete:
„In wie vielen Einzelfällen und in welchen Landkreisen wurden Wölfe einzeln oder in Gruppen in Ortschaften, auf Hofstellen oder in der Nähe von Kindergärten gesichtet?“

Beantwortet wurde die Frage wie folgt:

Wolfsmonitor – Zwischenfazit im Juli 2015

Die inhaltliche Grundlage dieses Blogs bilden 9 Thesen. Aufgereiht umfassen diese „Argumentationslinien“ rund 33 DIN-A-4-Seiten. Weil aber nicht jedem Besucher dieser Webseite zugemutet werden soll und kann, sich durch jeden Nebenaspekt zu wurschteln, habe ich mir vorgenommen, von Zeit zu Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen. Im April 2015 wurde mit der Ausarbeitung der Thesen begonnen, heute, Anfang Juli 2015, möchte ich dem Leser eine erste kurze Zusammenfassung anbieten.

Wolfscouts – These 4

These 4: Wir müssen schnellstmöglich beginnen, zusätzlich zu den Wolfsberatern und Rissgutachtern ausgewiesene Experten für das aktive Wolfsmonitoring (ich nenne sie mal „Wolfscouts“) heranzubilden, damit in Zukunft keine Polizeihubschrauber und Polizeihundestaffeln bei vermeintlich auffälligen Wölfen benötigt werden.


In Niedersachsen und Schleswig Holstein kündigten die für das Wolfsmanagement zuständigen Umweltminister Wenzel und Habeck (beide Grüne) unlängst an, das Wolfsmanagement in ihren Ländern umzustrukturieren, bzw. zu ergänzen. So soll es in Niedersachsen künftig ein Wolfsbüro mit drei Stellen beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) geben, in Schleswig Holstein sollen, so Habeck in einem Interview mit dem NDR am 17. Mai, die „zentralen Figuren“ im Wolfsmanagement künftig zumindest „halbprofessionell“ agieren.

Die “Wolfsampel” – ein Maßstab für auffällige Wölfe – These 1

These 1: Wir brauchen einen allgemein anerkannten und in der Bevölkerung bekannten Maßstab dafür, wann Wölfe als „verhaltensauffällig“ gelten.


Ich hatte bereits zum Blogstart darauf hingewiesen, dass ich die neun Wolfsmonitor-Thesen näher erläutern werde.
Täglich spüren diejenigen – die das Verhalten des Beutegreifers eng verfolgen –nach wie vor die große Verunsicherung in weiten Teilen der Bevölkerung. Das sogenannte „Rotkäppchen-Syndrom“ – eigentlich hasse ich diesen Begriff, da er so klingt, als sei die Furcht vor dem Wolf eine Krankheit– macht weiter die Runde. Uns fehlt scheinbar ein objektiver Maßstab dafür, was als natürliches Wolfsverhalten anzusehen ist und was nicht, denn wir durften in den letzten Wochen lernen, dass die sprichwörtliche Scheu der Wölfe nicht mit der Angst der Wölfe vor den Menschen verwechselt werden sollte.