Wolfsmonitor – Seite 65 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Ein Autor macht noch keinen Sommer

Vorhin hat mir ein aufmerksamer Leser einen Zeitungsartikel aus der heutigen Ausgabe der Nordsee-Zeitung zugespielt. Die Redakteure Kristin Seelbach und Christian Dröscher haben darin den „Anti-Wolfs-Experten“ Dieter Hartwig interviewt. Kennen Sie nicht? Hm, kannte ich bis vorhin auch noch nicht…

„Die Rückkehr der Wölfe ist die Rückkehr der Hirten“

Die österreichische Sendereihe „Flaneur und Distel“ veröffentlichte jetzt einen etwa einstündigen Radiobeitrag, der „vom Umgang mit Wölfen“ handelt. Darin kommen sowohl Ulrich Wotschikowsky als auch Max Rossberg von der „European Wilderness Society“ sowie Willi Klaffl als Pionier des Einsatzes von Herdenschutzhunden zu Wort.

Fragwürdiger „Fünf-Punkte-Plan“?

Was sich die CDU-Spitzen in Sachsen da offenbar gerade beim Thema Wolf zusammenreimen, hat – so könnte man meinen – weder Hand noch Fuß. Anders als beispielsweise in Brandenburg, wo man sich zuletzt eine eigene Wolfsverordnung verpasst hat und damit tatsächlich zum Vorreiter im Wolfsmanagement wurde, redet man sich seitens der CDU in Sachsen die Dinge – wie nun bei der von der Landtagsfraktion organisierten Veranstaltung „20 Jahre Wölfe in Sachsen“ – offenbar lieber schön.

Staatssekretär: Bedauerlicher protokollarischer Fehler beim Wolf im Koalitionsvertrag

„Druck von unten“ forderte Michael Stübgen (CDU), der als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium sitzt, nun ein, damit der Artenschutz zu Ungunsten des Wolfes gelockert werden kann.

Drei Menschen verletzt: Wolf war offenbar an Menschen gewöhnt

Nun steht offensichtlich fest: Der Wolf, der Ende Juni in Polen erschossen wurde, weil er keinerlei Scheu zeigte und drei Menschen verletzte, scheint durch absichtliche Anfütterungen an Menschen gewöhnt gewesen zu sein.